11/2008
Wir können es kaum glauben: Unsere kleine rothaarige Diva Rhapsodie wächst und gedeiht so gut, dass sie auf der
Verbandsprämienfohlenschau des Hessischen Ponyverbandes am 20. September Gesamtsiegerfohlen Welsh wird!
Und das bei einer Konkurrenz von insgesamt 21 Welsh Fohlen! Wir hatten uns nach der Pleite auf der Bundesschau
(letzte bei den Cob-Stutfohlen) überhaupt keine Chancen ausgerechnet und fuhren mit eher gemischten Gefühlen nach Eifa.
Aber unsere Kleine ist voll da und beweist erneut ihr ganz großes, tapferes Herz! Mit ihrem eindrucksvollen Auftritt lässt sie
sogar das Klassensiegerfohlen der diesjährigen Welsh-Bundesschau hinter sich. Noch nie habe ich so gerne trotz einer starken
Erkältung und aus dem letzten Loch pfeifend Glückwünsche entgegen genommen.

Aber der „Wahnsinn“ begann schon eine Woche zuvor. Mein Bruder Rolf und ich waren am 14.09. nach St. Pölten/Wien gefahren,
um Rhiannon, Kerstin und Michi bei ihrem dortigen Auftritt anlässlich des Österreichischen Bundeschampionates zu unterstützen.
Aber es wurde ein unvergesslicher Sonntag! Rhiannon hatte sich bereits im Vorfeld als Gesamtsiegerin Welsh auf der Regional-
schau in Leoben für das Bundeschampionat qualifiziert. Bei dem ebenfalls am 14.09. durchgeführten Internationalen Welshchampionat
wurde unser Mini Reservechampion bei den Cobstuten. Beim anschließenden Bundeschampionat trabte sie sich in die Herzen der
Richter und Zuschauer und wurde trotz ihrer erst 3 Jahre Vizebundeschampionesse Stuten über alle Rassen! Wir waren sprachlos
und können Kerstin und Michi für die perfekte Vorstellung von Rhiannon nur gratulieren. Sogar bis in die Zeitung haben wir es geschafft!

Klick mich !

Was ist sonst noch alles im Sommer passiert? –

14 Tage vor der Bundesschau wird Rhapsodie auf einer Koppel im Ort spät abends von zwei freilaufenden Hunden in den Zaun gejagt.
Dank der aufmerksamen Nachbarschaft werden wir zeitnah benachrichtigt und können sofort die Tierärztin holen. Sophia versorgt die
tiefen Wunden und Verbrennungen trotz Dunkelheit fachgerecht und kommt auch am nächsten Tag noch mal vorbei, um nach der Kleinen
zu schauen. Zwei dicke Spritzen Antibiotika verhindern Schlimmeres. Wir bekommen die Wunden zwar in den Griff, aber die Verletzungen
waren so nachhaltig, dass wir auf der Bundesschau nach einer matten Vorstellung den letzten Platz belegen müssen. Wieder sind wir eine
Erfahrung reicher: In einem solchen Zustand werden wir an keiner Veranstaltung mehr teilnehmen! Insgesamt dauert die komplette Abheilung
der Wunden fast 6 Wochen und erfordert 2x täglich eine intensive Behandlung.

Merlyn’s Sohn (Mutter: Silvatika Estelle) wird im Juli bei der Eintragung des Zuchtverbandes Rheinland-Pfalz-Saar mit einer Goldmedaille
prämiert und Siegerfohlen. Danach wird Klein-Merlyn auf der Bundesschau in Grünberg Reservesieger bei den Cob-Hengstfohlen.

Merlyn sen. hadert weiterhin mit seinem Kniegelenk. Er ist zwar nur im Trab geringgradig lahm, aber wir haben dennoch wenig Hoffnung,
 ihn wieder vollständig herstellen zu können. Er ist quietschfidel und munter und bewegt sich auch sehr gerne. Trotz seines sehr guten
Allgemeinzustandes haben wir uns entschieden, ihn absamen und anschließend kastrieren zu lassen. Er wird also weiterhin der Zucht
über Tiefgefriersperma zur Verfügung stehen. Wir wollen dieses wunderbare Pferd noch möglichst lange bei uns haben und hoffen, ihm
mit dieser für uns sehr schwierigen Entscheidung ein etwas ruhigeres und hoffentlich noch sehr langes Leben ermöglichen zu können.


Rosheen ist über den Sommer hinweg gewaltig gewachsen. Man kann nun doch andeutungsweise sehen, was mal dabei herauskommen wird.
Fest steht, dass sie ein Ebenbild ihrer Mutter – sicherlich im gleichen Format – wird. Sie ist absolut unkompliziert zu händeln, da sie von ihrem
Vater eine gewisse „Grundsensibilität“ geerbt hat, welche den Umgang mit ihr sehr einfach gestaltet. So kann man ihr problemlos auf der
Koppel ohne Halfter die Hufe nachraspeln oder geht mit ihr in den Hänger hinein, als ob sie das jeden Tag machen würde.

Rowenan (stolze Begleiterin ihrer erfolgreichen Tochter) und Feli (in allen Lebenslagen zuverlässige „Bank“ zu Hause) haben die diesjährige
 Koppelsaison gut gemeistert. Rowenans Hufe haben – dank Volker – sehr gut durchgehalten und Felis Fesselträgerverletzung aus dem
 letzten Jahr scheint tatsächlich größtenteils überwunden zu sein.

Dennoch haben uns zwei deprimierende und sehr aufwändige Jahre in Folge an den Rand des Erträglichen gebracht. Aber jedes Mal,
wenn die Gedanken ums Aufhören kreisten und man sich fragt, weshalb man sich eigentlich solchen Torturen aussetzt (schließlich
gehen wir zum Glück auch noch einer geregelten Arbeit nach!), haben Rhiannon, Rhapsodie und/oder Klein-Merlyn für Motivationsschübe
zur richtigen Zeit gesorgt. Wäre das nicht so gewesen, hätte ich vermutlich nicht durchgehalten…

Züchterisch machen wir in den nächsten 3 Jahren eine kleine Pause. Wir werden zwar an der ein oder anderen Schau zum Spaß teilnehmen,
aber es wird in dieser Zeit kein Fohlen geben. Nachdem uns in den beiden letzten Jahren die Zeit zum regelmäßigen Reiten fehlte, wird der
Schwerpunkt erstmal wieder darauf gesetzt. Rowenan bekommt in ihrem Alter noch mal eine solide Grundausbildung und wird ebenfalls
zunächst wieder geritten. Nach drei Fohlen in Folge muss sich ihre Muskulatur erst einmal wieder kräftigen. Feli wird wieder etwas
antrainiert und im Sommer auch wieder unter dem Sattel gehen, Rosheen und Rhapsodie werden uns abwechselnd als Handpferde begleiten.
Garwyn, der ziemlich unter meinem Zeitmangel gelitten hat und nur gelegentlich im Gelände unterwegs war, wird auch wieder in die Pflicht
genommen, damit er sich nicht mehr auf das berühmte „Abstellgleis“ geschoben fühlt.




25.01.08

Nachdem uns Mitte November letzten Jahres Rhiannon in Richtung Österreich verlassen hat, haben wir unsere Damenwelt
wieder neu sortiert. Aus den beiden Gruppen Rowenan/Feli und Rhiannon/Rosheen ist wieder eine einzige geworden.
Wir haben Rosheen nach zweimonatiger Trennungsphase ihrer Mutter in Obhut geben und somit ihren „bösen Traum“
beenden können.
Sie wird nun wieder in bewährter Weise von Rowenan und ihrer „Tante Feli“ betreut, was ihr sichtlich gut tut.
Sie ist in den letzten paar Monaten gewaltig gewachsen und hat offensichtlich wieder alles aufgeholt, was sie entbehren musste.

Unsere größte Aufmerksamkeit liegt bei Feli, die durch ihre Verletzung weiterhin eingeschränkt werden muss.
Das Bein scheint sie zwar nicht großartig zu stören, jedoch testen wir auch nicht, in wie weit es belastbar ist. Sie wird leider
noch mindestens bis zum Frühjahr im Stall/Auslauf bleiben müssen, damit wir ihren Bewegungsradius möglichst klein halten
können.
 Im Schritt und Trab im Auslauf merkt man nichts mehr, aber das ist nicht mit der Belastung auf der Koppel oder unter dem
Reiter zu vergleichen. Wir hoffen so sehr, dass wir sie irgendwann wenigstens freizeitmäßig reiten können und die Prognose
von Dr. Genn in Erfüllung geht, dass sich das ganze im Wachstum mit verwächst.

Rowenan unterliegt in ihrer Fressleidenschaft unserer permanenten Kontrolle, was ihr verständlicherweise gar nicht gefällt.
Sie ist definitiv trächtig – ihr divahaftes Verhalten lässt keinen Zweifel daran. Madame wünscht besondere Betreuung und
ihre Stimmungsschwankungen sind einzigartig! Wir müssen oftmals darüber schmunzeln und kommen ihren Wünschen
selbstverständlich gerne nach, so weit es möglich ist! Wir freuen uns schon auf ihr Fohlen, welches wir ca. Mitte Mai erwarten.

Die beiden Hengste langweilen sich – die dunkle Jahreszeit dauert einfach schon zu lange. Es macht aber noch keinen Sinn,
mit dem Training zu beginnen, denn wir befürchten noch einen Wintereinbruch auf unseren knapp 700 m Höhe. Keiner der beiden
Jungs verliert auch nur ein Haar des Winterfells wie sonst in dieser Zeit – da ist also noch etwas im Busch! Erfahrungsgemäß
kommt dieser Wintereinbruch dann auch mit einem Berg Schnee, der das Reiten draußen im Wald nahezu unmöglich macht.
Hoffen wir, dass sie sich täuschen!

Ein Highlight zum Ende des so schwierigen letzten Jahres waren zweifelsohne das Interview mit einer der größten deutschen
Pferdezeitschriften und der damit verbundene Bericht über unsere kleine Zucht, die wir etwas anders führen, als es in Deutschland
normalerweise üblich ist. Auf diese Weise möchten wir uns dafür nochmals ganz herzlich bei der Verfasserin bedanken – eine solche
Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage! Vor allem sind wir authentisch wiedergegeben worden.
Die mehr als positive Resonanz hat uns in unserer Einstellung bestätigt und bestärkt, den eingeschlagenen Weg in jedem Falle
weiter zu gehen.
 Auch die vielen Besucher des vergangenen Jahres haben uns immer wieder Mut gemacht, nicht von unserer Linie abzuweichen.
Für uns ist es wichtig, wie unsere Zuchtprodukte von unserer Kundschaft „bewertet“ werden – und bis jetzt können wir mit dem
Echo sehr zufrieden sein.


Wir wünschen allen Freunden, Bekannten und Züchterkollegen alles Gute für das Jahr 2008!







Aktuelles – 31.08.07

 

In diesem Jahr ist einfach der Wurm drin. Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen! Wir hören aus allen Ecken, dass 

die Pferde unserer Bekannten krank werden, obwohl sie weder Veränderungen in ihrer Haltung noch in der Art und Weise, 

wie sie „genutzt“ werden, erfahren haben. Auch wir werden nicht verschont.

 

Felicia hat sich schwer verletzt. Sie muss auf der Koppel in ein Loch getreten sein und hat sich eine langwierige Fessel-

trägerverletzung zugezogen. Mehrere Wochen Aufenthalt in der Pferdeklinik in Mühlen bei Herrn Dr. Genn waren die Konsequenz. 

Nun muss sie nach den umfangreichen Behandlungen ihr Bein auskurieren. Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr nicht 

mehr reiten werden. Sie soll auch gerne alle Zeit der Welt bekommen, damit diese Verletzung gründlich ausheilen kann. An dieser 

Stelle vielen Dank an die Drs. Genn und Harland, dass sie meine kleine Stute aufgenommen haben, obwohl sie eigentlich ganz 

andere, wesentlich elitärere Klientel gewohnt sind.

 

 

Rowenan genießt stillvergnügt ihre Rolle als Mutter und betreut ihre beiden Töchter Rhiannon (2 Jahre) und Rosheen (4 Monate) 

hervorragend. Die beiden liefern sich trotz des Altersunterschieds heiße Wettrennen auf der Koppel, wobei immer öfters das Fohlen 

die Nase vorne hat. Rosheen entwickelt sich immer mehr in Richtung ihrer Mutter. Auch ihr Wesen deutet darauf hin, dass sie später 

mal die Rolle der Leitstute von ihrer Mutter übernehmen wird. Die kleine Kröte strotzt nur so vor Selbstbewusstsein!

 

            

 

   

 

  

 

  

 

 

 

 

 

Rhiannon hingegen wird ihrem Vater Crugybar Merlyn immer ähnlicher. Trotz ihrer erst 2 Jahre und einiger wachstumsbedingten 

„Unebenheiten“ im Körperbau fliegt sie mit einer jetzt schon schönen Haltung über die Koppel und zeigt dabei ohne großen Aufwand 

eine gewaltige Übersetzung. Wer auch immer sie mal bekommt, hat auf jeden Fall ein super schickes Pferd, was sich auch noch 

angenehm reitbar außerordentlich gut bewegen können wird.

 

 

  

 

  

 

 

Quietschvergnügt wie immer sehen Garwyn und Merlyn dem Herbst entgegen. Garwyn absolviert zur Abwechslung ein bisschen 

Galopptraining auf dem nahe gelegenen Ernstberg und kann dort auf den abgemähten Feldern (mit Einverständnis der Landwirte!) 

seine gewaltige Galoppade voll ausspielen, ohne gleich am Ende eines Weges ankommen zu müssen. Die natürliche Haltung der 

beiden Hengste bewirkt eine tolle Ausgeglichenheit der beiden, so dass auch Merlyn nach mehrmonatiger Abstinenz völlig unkompliziert 

sein Leben als Reitpferd fortführt und nichts vergessen hat. Ihn werden wir allerdings nicht mehr vor dem Winter auftrainieren, sondern uns 

auf ein paar gemütliche, stressfreie  Spaziergänge und Geländeritte beschränken.

 

   

 

  

 

 

Aktuelles – 20.06.07

 

Felicia ist wieder zu Hause… und lässt sich sehr angenehm reiten. Alles fühlt sich ganz weich und fein an.
Nach 3 Monaten unter dem Sattel beweist sie insbesondere alleine im Gelände ihre Nervenstärke.
Voraussetzung ist neben ihrer Unkompliziertheit die Art und Weise, wie ihre Ausbildung  bis hierhin gestaltet worden ist.

 

Mit Martina Wyrwich, Bereiterin FN, haben wir offensichtlich eine der heute so selten gewordenen qualifizierten  
Ausbilder gefunden, deren Ziel nicht ein hoch trainiertes Sportpferd, sondern ein zufrieden vorwärts gehendes,
angenehmes Reitpferd ist.
Hier schult jemand ohne übertriebenes Brimborium und Hokuspokus junge Pferde nach alten Grundsätzen – egal,
welcher Rasse.

 

Der weite Weg in das überschaubare Örtchen Haselhorst im Landkreis Wittingen hat sich also gelohnt.
Kontaktdaten von Frau Wyrwich sind gerne über uns zu erhalten!

 

 

  … ich durfte mein Pferd während der Ausbildung auch schon selbst reiten!

 

Rowenan hat mit TripleG Rosheen v. Crugybar Merlyn Mab Megan Mai erneut ein schickes, schwarzbraunes Stutfohlen
zur Welt gebracht. Rosheen ist grundsolide und mit einem sehr schönen Typ ausgestattet. Wie ihre Eltern ist sie freundlich
und sehr menschenbezogen.

 

 

Rhiannon versteht sich mit ihrer kleinen Vollschwester sehr gut und hat die Kleine bereits adoptiert.
Unsere Zweijährige hat sich im letzten Winter sehr gut entwickelt. Sie hat einfach diesen „Look-At-Me“-Typ und ist super showy.
Man kann nun schon mal ahnen, dass sie sich später sowohl als Reit-/Fahrpferd und/oder Zuchtstute bewähren wird.

 

 

Merlyn’s Damenbesuch hat uns trächtig wieder verlassen. Er wird sich zunächst ein bißchen sortieren dürfen, bevor es wieder ans
Reiten geht. Parallel dazu werden wir ihn gezielt vorbereiten, denn im Oktober hat er seinen großen Auftritt:
Wir wollen ihn in Alsfeld der Körkommission des Hessischen Ponyzuchtverbandes vorstellen und ins Hengstbuch II eintragen lassen.
Somit wird er ab dem kommenden Zuchtjahr auch mit einer deutschen Decklizenz ausgestattet sein, was so manche Bürokratie
erheblich vereinfachen wird.

 

Garwyn muss sich wegen Merlyns vorübergehender „Abwesenheit“ damit trösten lassen, dass der Orkan Kyrill genügend Natursprünge
in allen Varianten und Höhen in unserem ehemals schönen Oberwald hinterlassen hat. Wir müssen ihn momentan intensiver als sonst
beschäftigen, da ihm sein Sparringspartner fehlt. Gelegenheit für uns, den „Schweinehund“ zu überwinden und mal wieder ein paar
Dressurlektionen aus den Katakomben herauszukramen. Aber der Dicke hat nichts vergessen! Übungstechnisch bedingte Mängel in der
Ausführung sind unseren begrenzten reiterlichen Fähigkeiten anzukreiden…

 

Gawayn und Maike wollen in der neuen Turnier Saison 2007 zeigen, was sie bis dato gelernt haben. Mit der gewonnenen Routine aus
dem Vorjahr sind sicherlich die ersten Platzierungen zu erwarten, hat doch Gawayn seine Maike im letzten Jahr erfolgreich durch das
Reitabzeichen getragen! Wir freuen uns und werden sicherlich bei dem ein oder anderen Auftritt der beiden dabei sein!